Matchenko

«So maybe it is true that I don’t know» gibt Mathias Schenk alias Matchenko bereits im ersten Song seiner neuen EP zu und entwaffnet sich damit gewissermassen gleich selbst. «Hands down» ist deshalb nicht bloss der Titel der EP, sondern wirkt wie eine Losung, die als verbindendes Element über den fünf Songs schwebt. «Hands down» ist zwar gewichtiger und ernsthafter als das Debüt «Asleep» (2019) wirkt aber dennoch nie träge. War bei «Asleep» hauptsächlich Stimme und Gitarre zu hören, wurde für die neue EP mit der etwas grösseren Kelle angerührt: Schlagzeug, Bass, Streich- und Tasteninstrumente – all das wird durch die sorgfältigen Arrangements zu einem dichten Klangteppich verwoben, der trotzdem noch genügend Raum für Schenks unverwechselbare warme Stimme lässt. Und es ist nicht zuletzt diese Wärme, die dazu einlädt in die Klangwelt von Matchenko einzutauchen. Eine Klangwelt, die für die Aufnahmen von «Hands down» mit Kevin Chesham am Schlagzeug und Michel Spahr an Gitarre und Bass von zwei langen Weggefährten mitgestaltet wurde. Mit «Hands down» spannt Matchenko einen Stimmungsbogen, der von zerbrechlicher Unsicherheit bis hin zu hoffnungsvollem Eifer alles beinhaltet und dabei nie aufgesetzt oder abgedroschen klingt. Ein beeindruckender Spagat, den man nur schafft, wenn man mit viel Sorgfalt arbeitet. Und genau das tut Matchenko: Er schreibt ehrliche Songs, trommelt enge Freunde zusammen und nimmt mit ihnen eine EP auf. Ganz selbstverständlich. Hands down.

︎ ︎ ︎



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